| Streitbare Demokratie | Dieser Text beschreibt Streitbare Demokratie. Der untere Text beinhaltet die Streitbare Demokratie Beschreibung. Soweit es sich um ein definierbares Objekt handelt, sollte hier eine Streitbare Demokratie Definition vorhanden sein. Sollte eine Definition von Streitbare Demokratie fehlen, kann diese von Ihnen verfaßt werden. Wir sind bestrebt die Beschreibung von Streitbare Demokratie möglichst ausführlich zu halten.
Jeder Text bei Know-Library, sowie ein Teil davon (Definition, Beschreibung etc.), außer Bücher Beschreibungen kann bearbeitet werden. Falls die Beschreibung auf dieser Seite nicht korrekt ist klicken Sie auf 'Beschreibung editieren' um den Text zu korrigieren bzw. neuen einzufügen. Weitere Informationen und Bücher zum Thema Streitbare Demokratie Beschreibung , so wie Link zum Forum finden Sie weiter unten. Eine Übersicht der Texte, die das Thema Streitbare Demokratie beschreiben finden Sie auf der Seite alle Artikel über Streitbare Demokratie. Fragen zu dem Thema Streitbare Demokratie können im Forum gestellt werden. Klicken Sie hier um zu dem Forum zu wechseln.
Streitbare Demokratie ArtikelDas politische System der BRD wurde vom Bundesverfassungsgericht als streitbare, wehrhafte Demokratie genannt. Damit soll gesagt werden, dass die freiheitlich demokratische Grundordnung (FDGO) geschützt wird, und nicht auf legalem Weg oder mit Hilfe legaler Mittel aufgehoben werden kann. Andererseits bedeutet es auch, dass gegen Feinde der Verfassung (Einzelpersonen wie Parteien) aktiv vorgegangen werden kann, bevor sie strafrechtlich relevante Taten verübten. Die FDGO ist damit ein Minimalkonsens, den alle in Deutschland an der Politik beteiligten akzeptieren müssen.
Gründe für die streitbare Demokratie | |
Die Deutschen galten in der Weimarer Republik als freiestes Volk der Erde in der demokratischsten Demokratie der Welt. Entscheidungen waren allein dem Willen der Mehrheit unterworfen, und nicht an Werte gebunden. Es gab ca. veränderbares, positives Recht und auch Hitler konnte sich auf die Redefreiheit berufen. Durch geschickte Manipulation der Massen konnte praktisch jedes politische Absicht durchgesetzt werden, solange dabei die Mehrheit nicht umgangen wurde.
In der wehrhaften Demokratie steht diese selbst nicht mehr zur Diskussion, sie kann auch durch eine noch so große Mehrheit nicht aufgehoben werden.
Ein Grund für die Einschränkung des Mehrheitsprinzips ist, dass eine momentane Mehrheit nicht für Nachfolgende Generationen entscheiden kann.
Buch-Tipp: Die Maßnahmen der XIV EU-Mitgliedstaaten gegen Österreich Eine Beschreibung zum Buch " Die Maßnahmen der XIV EU-Mitgliedstaaten gegen Österreich" finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Um dorthin zu gelangen klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zu diesem Buchtitel weiter geleitet. |
Mittel der streitbaren Demokratie | |
Die Handhabung der wehrhaften Demokratie bedeutet häufig eine Einschränkung von Grundrechten , da auch eine große Mehrheit keine legale Diktatur errichten kann. Insofern ist jedes einzelne Gesetz und jeder einzelne Eingriff heftig umstritten. Um eine Wiederholung der Geschichte möglichst zu verhindern, sind durch das Grundgesetz folgende Mittel gegeben:
- Nach Artikel 1 ist die Würde des Menschen unantastbar und die Grundrechte sind unmittelbar geltendes Recht.
- Nach Artikel 2 wird die freie Entfaltung der Persönlichkeit durch die FDGO eingeschränkt.
- Nach Artikel 5 entbindet die Freiheit der Lehre nicht von der Treue zur Verfassung.
- Vereinigungen, die gegen die Verfassung kämpfen, sind nach Artikel 9 Abs. 2 verboten.
- Eine Verwirkung bestimmter Grundrechte (Art. 18) kann durch das Bundesverfassungsgericht äußerst werden, wenn diese Grundrechte in dem Kampf gegen die FDGO missbraucht werden.
Insbesondere werden genannt:
-
- Grundrechte können nicht mehr aufgehoben werden, aber einige können durch ein Gesetz zu dem Schutz der FDGO eingeschränkt werden, allerdings nicht in ihrem Wesensgehalt (Art. 18):
- Mit den Notstandsgesetzen wurde ein Widerstandsrecht zu dem Schutz der FDGO in Artikel 20 eingefügt.
- Ein Parteienverbot (Art. 21/2) kann ca. vom Bundesverfassungsgericht äußerst werden (Parteienprivileg), wenn einer Partei nachgewiesen werden kann, dass es ihr Absicht ist die FDGO zu beseitigen oder zu beeinträchtigen.
- Eine Grundgesetzänderung benötigt eine zwei Drittel Mehrheit in Bundesrat und Bundestag und es kann vor allem ca. durch Gesetze geändert werden, die ausdrücklich den Wortlaut eines Artikels ändern oder Ergänzen.
- Annahme von unveränderbarem Naturrecht:
- Artikel 1 GG und Artikel 20 GG, der die vier Strukturprinzipien Demokratie, Rechtsstaat, Sozialstaat und Bundesstaat enthält, sind nach Artikel 79 Absatz 3 unveränderbar. Dies wird auch als fester Kern des GG genannt.
- Nach Artikel 79 Abs. 3 ist ebenfalls die Gliederung des Bundes in Länder sowie deren Mitwirkung bei der Gesetzgebung nicht aufhebbar.
- Nach Artikel 87a Abs. 4 darf die Bundeswehr zur Unterstützung der Polizei beim Schutz der FDGO eingesetzt werden.
- Nach Artikel 91 darf ein Land Polizeikräfte anderer Länder zu dem Schutz der FDGO anfordern.
- Auch in dem Strafgesetzbuch finden sich Regelungen zu dem Schutz des Staates. Laut ihm ist ein Versuch die verfassungsmäßige Ordnung zu ändern Hochverrat und wird mit mindestens 10 Jahren Gefängnis bestraft. Zusätzlich steht die Verunglimpfung des Bundespräsident, des Staates, seiner Symbole sowie seiner Verfassungsorgane unter Strafe.
- Nach dem Radikalenerlass dürfen ca. dem Staat loyale Personen als Beamte eingestellt werden. Diese Regelung basiert auf Artikel 33 Abs. 4 GG, nachdem Beamte in einem öffentlich-rechtlichem Dienst- und Treueverhältnis stehen.
Buch-Tipp: Extremismus und streitbare Demokratie Das Buch " Extremismus und streitbare Demokratie" ist leider ohne Beschreibung. Klicken Sie auf den Link über diesem Text um zu der Seite des Buchhändlers zu gelangen. Beim Klicken ö ffnet sich automatich ein neues Fenster mit dem Entsprechenden Buch. |
|
Buch-Tipp: Selbstschutz der Verfassung gegen Religionsgemeinschaften Es gibt leider keine Beschreibung für das Buch " Selbstschutz der Verfassung gegen Religionsgemeinschaften". Um weitere Informationen zu diesem Buch zu finden klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zum Buchhändler weiter geleitet. |
Weiteres zu dem Artikel Streitbare Demokratie | | Andere Leser interessierten sich auch für folgende Beschreibungen: | Grundrechte, Radikalenerlass, Republik, Strafgesetzbuch | | Schnellzugrif auf verwandte Texte: | | | NEU! Frage im Forum zum Thema: | | Wenn die Beschreibung 'Streitbare Demokratie' Ihrer Meinung nach nicht korrekt ist oder in aktueller Version Fehler enthalten sind oder es fehlt die Streitbare Demokratie Definition, dann klicken Sie bitte auf "Beschreibung bearbeiten" und schreiben Sie die Eigene Version des Textes. Die Änderungen in der Beschreibung werden sofort aktiv und für alle sichtbar. Ein Administrator wird Ihre Version der Beschreibung und Definition von 'Streitbare Demokratie' nachher prüfen. Bitte achten Sie auf die Urheberrechte (Copyright). Wir sind für die besseren Beschreibung von 'Streitbare Demokratie' und 'Streitbare Demokratie' Definition sehr dankbar.
Alle Tipps zu den Bücher auf dieser Seite wurden automatisch generiert. D.h. die Bücher wurden aus einer Datenbank von dem Computer ausgesucht. Deshalb kann es vorkommen, dass vorgeschlagene Bücher nicht ganz der 'Streitbare Demokratie' Beschreibung entsprechen.
|
|
|
· Diese Seite wurde bisher 1.053 mal abgerufen. · Letzte Counteraktualisierung erfolgte am 13.05.2008 um 13:49:48 · Diese Seite wurde zuletzt geändert um 10:41, 5. Sep 2004. · Letzte Portalaktualisierung erfolgte um 08:00:00 GMT, 25.02.2008
|